DJI Phantom 4 – ein Flying Surveyor

DJI Phantom 4 Bild

Berichte und Video-Reviews über den neuen DJI Phantom 4 gibt es reichlich im Netz zu finden. Wir konzentrieren uns in diesem Bericht daher auf den DJI Phantom 4 im beruflichen Einsatz am Fallbeispiel das Learn & Earn-Angebots von CADdy, Flying Surveyor. Natürlich hat uns auch interessiert, ob im DJI Phantom 4 tatsächlich die Kamera feststellbar gegenüber der Kamera im Phantom 3 Professional (mäßige Foto-Ergebnisse) verbessert wurde:

DJI Pantom 4 Kamera

DJI Phantom 4 Kamera mit Gimbal in neuem Design

Bestimmt wundern sich viele Betrachter von Youtube Videos rund um die Phantom Modelle ab PH2 Vision über die ultraknackigen Aufnahmen einiger DJI Phantom-Flieger während eigene Videos noch nicht einmal in die Nähe dieser Farb-Brillianz und Schärfe kommen. Diese Unterschiede kommen hauptsächlich nicht dadurch, dass dieser Kollege etwa eine bessere Kamera an seinem Phantom erwischt hat. Im so genannten Post-Processing (Nachbearbeitung) lassen sich kleinere Wunder bewirken – was jedoch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Ist von vorn herein klar, dass eine Nachbearbeitung des Foto- und Videomaterials erfolgt, sind dazu andere Einstellungen der Kamera zu empfehlen als dies der Fall wäre, wenn man das Material so nutzt wie es aus der Kamera kommt und bestenfalls daraus Filme schneidet. Gut erklärte Info-Videos dazu findet man zum Beispiel auf dem Youtube-Kanal von Arthur Konze.

In unserem früheren Test bzw. Vergleich der Kamera des Phantom 3 mit einer GoPro 4 Black, zeigte die PH3 Professional-Kamera deutlich eine schwächere Leistung obwohl auf Grund des geringeren Öffnungswinkels des Objektivs eine höhere Pixeldichte hätte anliegen müssen. Wir haben den Test mit der Kamera des DJI Phantom 4 ergänzt und stellen das Ergebnis hier noch einmal gegenüber:

DJI_PH3P4K-5m-Zoom

DJI Phantom 3 Pro

DJI Phantom 4

DJI Phantom 4

GoProBlack4K-5m-Zoom

GoPro 4 Black

 

 

 

 

 

 

Die Bilder wurden jeweils in einem Abstand von ca. 5 Metern aufgenommen und auf vergleichbare Größe gezoomt (unterschiedliche Öffnungswinkel der Objektive). Leider waren die Lichtverhältnisse zwar nicht vergleichbar, aber der Zugewinn insbesondere an Schärfe der Kamera des Phantom 4 gegenüber der Kamera des Phantom 3 Pro wird schon mit einfachsten Mitteln deutlich. Dieser Fortschritt ist zwar im Vergleich zu einer GoPro 4 noch nicht so gewaltig, aber diese Verbesserung wird den DJI Phantom 4 ein Stück weit attraktiver für einige Anwendungen machen.

DJI Phantom 4 und nützliche Apps

Der DJI Phantom 4 Quadro-Kopter (Shop-Link) bietet eine ganze Reihe neuer Sensorik und Redundanz, die sowohl im privaten als auch im beruflichen Einsatz willkommen ist. Doch was fehlt auffällig? Richtig, GPS- und von Sensoren gestütztes Fliegen ist letztlich noch immer ein Stück weit manuelles Fliegen. „For Fun“ fehlt daher nichts, aber im beruflichen Umfeld sind  viele Anwendungen und die Erfüllung von Software-Bedingungen z.B. für Auswertungen nur möglich, wenn gewisse Anforderungen erfüllt sind. Das beginnt ganz simpel mit dem Befliegen einer möglichst geraden Strecke zwischen zwei festgelegten Punkten. Die Lösung dafür sind zuvor erstellte Flugpläne, die auf Basis von z.B. Google Earth Daten dem Kopter vorgegeben werden. Der so genannte Wegpunktflug oder auch autonome Flug bedarf einer Software/ App, mit der geplant und an den Kopter zur Ausführung übertragen werden kann (Groundstation). Die „GO App“ von DJI für den DJI Phantom 4 beinhaltet diese Funktion nicht, wenn auch oft missverständlich in Produktbeschreibungen als verfügbar angedeutet. Aber es gibt Lösungen dafür, zwar kostenpflichtig aber preiswert:

Litchi App für Android- und IOS Smartphones sowie Tablets verfügbar

Das Litchi App steht für schnellen unkomplizierten Erfolg rund um die Wegpunktplanung sowie für einige Funktionen, die der Phantom 4 zwischenzeitlich auch per Go App bietet. Preiswert und ideal für den privaten Verwender als auch kommerziellen Verwender.

Autopilot App für IOS Smartphones und Tablets verfügbar

Das AutoPilot App ist für den kommerziellen Verwender entwickelt und bietet insbesondere die im gewerblichen Umfeld nötige Nachhaltigkeit rund um reproduzierbare Prozesse und Kontrolle. Viele Funktionen klingen zunächst langweilig, bieten aber enorme Tiefe und rein vertrieblich gesehen, nachhaltig vertriebsfähige Produkte. Leider ist mit „KlickiBunti“ jedoch kein schneller Erfolg möglich. Mit diesem App muss man sich ausführlich befassen – erhält aber einen sehr anspruchsvollen, nützlichen Gegenwert.

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DJI Phantom 4 – ein Flying Surveyor

Deponie-3D

Mit DJI Phantom 4 Aufnahmen erstelltes 3D-Modell einer Deponie

 

„Flying Surveyor“ bedeutet zu deutsch „fliegender Landvermesser“. Wir greifen dieses Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung eines Business-Cases aus unserem Kundenkreis auf, um an diesem praktischen Beispiel die durchaus beeindruckende Leistungsfähigkeit des DJI Phantom 4 als zu verdeutlichen.

Das Thema Landvermessung und GIS (Geo-Information) gehört zu den gewinnträchtigsten kommerziellen Anwendungen, die ein gewerblich verwendeter Multikopter (= UAS) haben kann. Daher ist dieses Feld bereits umkämpft. Ein passendes Arbeitsgerät nebst nötigem Zubehör kann (muss aber nicht) leicht 15.000 € – 40.000 € kosten. Der Anschaffungspreis ist jedoch erstaunlicher Weise überhaupt kein Indiz für die zu erwartende Präzision und Qualität der Arbeitsergebnisse.

Die Genauigkeit der mittels Multikopter/ UAS erhobenen Daten ist natürlich der wichtigste Aspekt im Hinblick auf das Ergebnis in der Auswertung. Jede Software für die Auswertung dieser Daten bzw. das Ergebnis kann nur so gut sein, wie die Erhebung der Daten selbst. GPS-Abweichungen, Wind und u.U. auch sich während der Arbeiten verändernde Lichtverhältnisse können das finale Produkt, z.B. eine 3D Gebäudeansicht mit Vermessungsdaten, negativ beeinflussen. Insgesammt ein kniffeliger Workflow der allgemein zur Zeit noch hohe Ergebniss-Toleranzen im Vergleich zur klassischen  aber deutlich zeit- und personalintensiveren Methodik aufweisen kann.

Aufnahme aus 60 m Höhe mit DJI Phantom 4 Einzelbild

Aufnahme aus 60 m Höhe mit DJI Phantom 4 (Einzelbild)

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Der vom Ingenieurbüro Wenninger (Terra CADdy) erdachten und vergleichsweise schlanke sowie  insgesamt preiswerte Lösungsansatz  „DJI Phantom 4 – ein Flying Surveyor“, ermöglicht in der Kombination mit hauseigener, Cloud-basierter Software (WebCADdy), die Erstellung georeferentierter 3D Modelle sowie z.B. Massenberechnungen und hat damit den Innitiative IT-Mittelstandspreis „Best of 2016“ in der Kategorie Cloud-Computing gewonnen. „Learn & Earn“ Seminarangebote inkluse einem DJI Phantom 4 RTF-Paket, Software sowie praktische Schulung runden das Angebot ab.

==> DJI Phontom 4 – Flying Surveyor

==> Demo WebCADdy (Luftbild Januar 2016 unter Overlays klicken)

Wenn Sie ein gewerbliches Projekt mit DJI-Produkten planen, können wir Sie mit attraktiven Konditionen unterstützen! Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.