DJI Phantom 2 Vision+ V3

Screenshot 2015-01-24 20.51.13Der DJI Phantom 2 Vision wird stetig weiterentwickelt und ist nun innerhalb von nur ca. 18 Monaten bereits in der 3 Generation erhältlich. Besonders Käufer der ersten Generation wurden vom schnell nachgelegten Vision+ gelinde ausgedrückt überrascht, wurde doch in nur wenigen Wochen aus dem einachsigen Gimbal des Vision ein 3-achsiges Gimbal im Vision+. Ein Trost bleibt – die Auslieferungen des Vision+ in den ersten Monaten (bis ca. 6.2014) waren mit einer hohen Quote an Mängeln behaftet: Sehr empfindliche Gimbal-Controller, mangelnde Reichweiten des Senders und viele weitere kleinere Defekte führten zu einer hohen RMA-Quote, mit der DJI noch heute beschäftigt ist. Ab der 2. Jahreshälfte 2014 ausgelieferte DJI Vision+ bleiben dagegen bislang unauffällig.

DJI Phantom 2 Vision+ V3: was hat sich geändert?

1. RC-Sender

Screenshot 2015-02-06 21.13.49 Screenshot 2015-02-06 21.13.59Der RC-Sender nutzt nach wie vor das 5.8 GHz-Band zur Fernsteuerung des Phantom 2 Vision+ V3. Die Funkverbindung liefert im CE-Modus (Europa, umschaltbar) bei einer Eingangsempfindlichkeit von bis zu – 93 dBm und einer Sendeleistung von nur 25 mW eine immerhin um 100 m erhöhte Reichweite, nähmlich 400 m. Unter Berücksichtigung der Tatsache das bei einem Eingangssignal (am Empfänger) bei – 93 dBm noch ausreichend Bandbreite für die Steuerung des Kopters besteht, spricht für ein qualitativ hochwertigeres HF-Modul, zumindest im Empfänger. Im uns allen bekannten W-LAN Band 2.4 GHz (= deutlich geringere Dämpfung Luft als im 5.8 GHz-Band), geht bei W-LAN Routern im Consumer-Segment bei vergleichbarer Signallage eigentlich nichts mehr … . Bei Umschaltung am Sender auf die FCC-Regulierung (überwiegender Rest der Welt), wird die Reichweite mit 800 m angegeben, eine Verbesserung um ca. 200 m . Stimmen die Zahlen zum CE-Modus, geht mehr – was wir ausprobiert haben und sich auch bestätigt hat.

  • Im RC-Sender ist nun ein ausdauernder LiPo-Akku mit 2.000 mAh verbaut, der für zahlreiche Flüge ohne Nachladung taugt. Eine LED-Kette neben dem Ein/ Aus-Schalter zeigt den „Füllstand“. Sehr praktisch!
  • Geändert wurde auch die Ansteuerung des Gimbals. Statt dem Grob-Hebel an der Rückseite des Senders wurde nun ein Stellrad verbaut, das ein paar mehr Stellschritte her gibt. Als feinfühlige Steuerung kann man die Auflösung allerdings noch immer nicht bezeichnen.
  • Ein Trainer-Port auf der Rückseite des neuen Senders kann für die Ansteuerung eines Flugsimulators benutzt werden, oder für die Verbindung zum HD Video-Übertragungssystem DJI-Lightbridge.
  • Eine Min-Gas Arretierung am Gas-Knüppel soll zügige (Not)Abstiege unterstützen – wir dachten erst das Knüppelaggregat hat ne Macke … .
  • Der neue Sender ist auch kompatibel mit dem DJI Phantom 2 und dem Phanton 2 Vision+ V1. Interne Bezeichnung „Part16“, VK = 99,- €.

2. Neue Antriebs-Kombo (Propulsion Set)

Verbesserte Motoren, Regler und Propeller liefern nun gut 800 g mehr Schubkraft.

3. Neues Kompass-Modul

Screenshot 2015-02-11 12.21.18Das Kompass-Modul wurde weiter entwickelt und in einem geschirmten Gehäuse verbaut. Das Kompass-Modul ist zusammen mit dem GPS-Modul eines der wichtigsten Sensoren an Bord, wenn es um automatisierte Flug-Modi wie z.B. Position Hold geht. An dieser Stelle wird man unmittelbar an den schon legendären „Flyaway-Bug“ denken, mit dem man insbesondere die DJI Flight-Controller Naza M / M V2 verbindet. Dazu ein Beitrag in unserem WiKi. Mit dem „alten“ Kompass-Modul haben wir selbst unsere Erfahrungen gemacht. Die Kabelverbindung konnte ganz leicht abrutschen, was optisch auch bei genauerem Hinsehen nicht sichtbar war. Passierte das vor dem Einschalten des Vision+, war es weitestgehend ungefährlich da dann auch kein GPS-Fix möglich war, was die meisten Piloten auch daran hinderte einen Start auszuführen. Das neue Kompass-Modul ist also allein schon von der Bauweise her eine ganz wichtige Verbesserung!

4. Testflüge

Unsere Test- und Demoflüge mit dem DJI Phantom 2 Vision+ V3 zeigten bislang im Wesentlichen diese Verbesserungen in der Praxis:

  • Die Livevideo-Übertragung ist selbst bei 640 x 480 Pixeln auf 400 m Distanz stabil. Kein Verpixeln oder Einfrieren des Bildes mehr.
  • Die Kamera-Stabilisierung sowie die Vibrationsentkopplung ist sichtbar verbessert. Videoaufnahmen im Schwebeflug, selbst bei viel Wind, wirken streckenweise wie Standbilder. Sensationell. Da DJI keine Modifikation am Gimbal erwähnt, ist es durchaus möglich das diese Verbesserung auf das neue Antriebsset zurück zu führen ist.
  • Neu ist der Wegpunktflug (durch Software-Upgrade auch für Phantom 2 und Vision/+ verfügbar). Die Wegpunktplanung ist noch in einem frühen Stadium. Es können bis zu 16 Wegpunkte gesetzt werden, die inkl. einem automatischen Start abgeflogen werden. Eine Point of Interest – Funktion, Follow Me, automatische Flächenraster sowie die direkte Interaktion mit der Kamera sind nicht möglich.

 

Fazit zum DJI Phantom 2 Vision+ V3

Besonders auffällig bleibt uns die sensationelle Bildstabilisierung in Erinnerung. Ob man hier am Gimbal etwas verändert hat oder dies auf das neue Antriebsset zurückzuführen ist, bleibt noch offen. Der neue RC-Sender ist sinnvoll weiter entwickelt, der neue Kompass insbesondere in der technischen Umsetzung ein notwendiger Fortschritt. Die optionale Kombination mit dem HD-Videoübertragungssystem DJI Lightbridge ist eine teure Angelegenheit und aus unserer Sicht nicht notwendig. Ggf. dann gleich zum INSPIRE1 greifen, der neben der besseren Kamera insgeamt über hochwertigere Komponenten verfügt.  Nach wie vor ist der DJI Phantom 2 Vision+ V3 ein Komplett-Paket (RTF-Set), das auch für Beginner hervorragend geeignet und schnell die ersten Erfolgserlebnisse garantiert.

TIP: Lernen Sie das Gerät nach und nach auch im manuellen Flug perfekt zu beherrschen. Lassen Sie den gesunden Menschenverstand walten und berücksichtigen Sie physikalisch/ technische Grundlagen. 2.4 GHz und 5.8 GHz Funkfrequenzen werden heute von jedem handelsüblichen DSL-Router verwendet. Kanalüberlagerungen und somit mögliche HF-Störungen bei Flügen in bebautem Gebiet (innerorts)  sind daher warscheinlich und nicht etwa seltener Zufall. Probleme kündigen sich z.B. durch plötzlich längere Reaktionszeiten auf Steuerbefehle an. Der Nutzung von GPS liegt ebenfalls eine Funkverbindung zu Grunde. Ist der Startplatz umgeben von hohen Häusern oder Bäumen – auch Berge in einiger Entfernung, kann es problematisch sein das Signal von mindestens 6 GPS-Sateliten (= Mindestanzahl für die GPS-gestützen Funktionen) zu empfangen. In solchen Fällen kann man den Kopter manuell starten und auf einer Höhe von z.B. ca. 20 m über Grund prüfen ob die Signallage besser ist. Der Beginner sollte unter diesen Bedingungen aber sicherheitshalber den Startplatz wechseln.

Last but not Least, machen Sie sich mit den gesetzlichen Grundlagen vertraut (PDF:unbemannte-luftfahrtsysteme)

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Video zur Kamerastabilisierung (leider schlechtes Wetter, dunkel)

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